EMDR

Der Ursprung

Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) 

ist ein von Francine Shapiro begründetes therapeutisches Verfahren, das in verschiedene psychotherapeutische Verfahren integriert werden kann. EMDR gehört zu den wirksamsten Methoden zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen und kann auch zur Behandlung anderer Störungen wie z.B. Angststörungen eingesetzt werden. Die Wirksamkeit von EMDR ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. 


Forschungsergebnisse zeigen: Nach der Behandlung einer einfachen posttraumatischen Belastungsstörung mit EMDR fühlen sich 80 Prozent der Behandelten deutlich entlastet. Ein zentrales Element der EMDR-Behandlung ist die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerung mit Hilfe von Augenbewegungen. Durch die Stimulation und Verknüpfung beider Gehirnhälften können die eigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und die belastende Erinnerung verarbeitet werden.


Ablauf und Voraussetzung

EMDR basiert darauf, dass jeder Mensch über eine natürliche Fähigkeit zur Informationsverarbeitung verfügt, mittels deren er belastende Erfahrungen verarbeiten kann. Die Augenbewegungen sind mit den Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar, der Phase des Schlafes, in der wir Geschehnisse des Tages verarbeiten. Alternativ zu den Augenbewegungen können Töne oder Klopfbewegungen eingesetzt werden.


Anwendungsgebiete von EMDR


  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Anpassungsstörung und Auswirkungen belastender Lebenserfahrungen
  • Trauer und Verlusterlebnissen
  • Folgen von Bindungstraumatisierungen
  • Depressionen
  • Angststörungen auch mit Panikstörungen
  • Burnout und Erschöpfungssyndrome
  • Chronische Schmerzen



Behandlung

Am Anfang steht die ausführliche Anamneseerhebung und die damit verbundenen belastenden Symptome. Als nächsten Schritt schaffe ich mit dir einen sicheren und geschützten Rahmen durch Aktivierung und Aufbau Ihrer Ressourcen. 


Dies ist erforderlich, damit du bei deiner Reise zur belastenden Erinnerung das Steuer in der Hand hast. 


Ein zentrales Element der Therapieform ist die Augenbewegung, du folgst dabei meinen Fingern, die sich nach rechts und links bewegen mit deinen Augen, dies wird auch bilaterale Stimulation genannt. Eine EMDR-Sitzung ist vergleichbar mit einer Zugreise, bei der du noch einmal an den Ort des Geschehens fährst, jedoch aus sicherer Distanz und mit meiner achtsamen Begleitung. Wir bleiben dabei im Gespräch miteinander. 


Nun kannst du dich mit dem traumatisierenden Geschehen verbinden und die damit verbundenen Bilder und Situationen ansehen. Sie entkoppeln langsam die belastenden Emotionen. 


Im weiteren Verlauf werden deine Erinnerungen verblassen und du kannst diese Stück für Stück auflösen. Du lernst mit den alten traumatischen Erinnerungen und Gedanken umzugehen und kannst eine neue, angemessenere Perspektive auf das Geschehen entwickeln.


Ich wende EMDR in Kombination an, z.B. mit der systemischen Therapie abhängig vom Trauma und auch der Gestaltpädagogik, EFT Klopfakupressur und Entspannungsverfahren.


Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme!